Aktuelles & Informatives




„Skills & Tools“ für die Forensische Hippologie



Auszug aus dem pdf :

„Skills & Tools“ für die Forensische Hippologie
Univ. Lektor VR Mag. Dr. Reinhard Kaun, Retz
www.pferd.co.at|www.pferdesicherheit.at



Häufig konfrontieren die erkennenden Gerichte im Zusammenhang mit Reit- und Fahrunfällen sowie Zwischenfällen im Umgang mit Pferden die bestellten Sachverständigen im Gutachtensauftrag auch mit den Fragen nach Regelkonformität oder Regelwidrigkeit, nach Üblichkeiten, nach Literaturbelegen aber auch nach allgemeinen Erfahrungen des beauftragten Sachverständigen.

Gemäß § 14 der Tierhaltungsgewerbeverordnung fallen in Österreich unter den Begriff „Reit- und Fahrbetriebe“ alle gewerblichen Tätigkeiten, in deren Rahmen Pferde gehalten und gegen Entgelt als Reit- oder Zugtiere überlassen bzw. eingesetzt werden.

Dieselbe Rechtsgrundlage hält unter § 17 zum Thema „Betreuungspersonen“ fest, dass für Betriebe, die Reiten und Gespannfahren anbieten, ausreichend qualifiziertes Personal für den Lehrbetrieb zur Verfügung stehen muss. Als ausreichend qualifiziert gelten Personen, die den Qualifikationskriterien des OEPS (Österreichischer Pferdesportverband; früher: BFV f. Reiten und Fahren in Österreich) oder einer vergleichbaren ausländischen Organisation entsprechen.

Vergleichbare deutschsprachige Institutionen sind in den Augen des Verfassers jedenfalls die Deutsche FN, die Vereinigung der Freizeitreiter und –fahrer in Deutschland e.V. (VFD) und der Schweizerische Verband für Pferdesport (SVPS).

Wie Horst Brindel (VFD) ergänzend betont, wird das gesamte Spektrum des Einsatzes von Arbeitspferden in folgenden Organisationen abgedeckt: Für Österreich (www.pferdekraft.at), in Deutschland (www.ig-zugpferde.de) und der internationalen Dachorganisation (www.fectu.org).

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Pferdesanitäterkurs 2018

Ausbildung zum Pferdesanitäter



Ort: Hotel-Restaurant „Sonnenhof“, Angersbichl 15, 9161 Maria Rain Reitstall Wakonig, Untertöllern 4, 9161 Maria Rain

Kurszeiten:
  • Teil 1 (Ersthelfer Pferd): 30.06. und 01.07.2018, Sa 09 bis 17 Uhr, So 09 bis 13 Uhr
  • Teil 2 (Pferdesamariter): 14. und 15.07.2018, jeweils von 09 bis 17 Uhr
  • Prüfung (Teil 1 und 2): 21.07.2018
  • Teil 3 (Pferdesanitäter): Herbst 2018

  • Veranstalter: Kuratorium für Sicherheit in Pferdesport und Tierhaltung

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    Pressezitate aus den NÖN
    [Credit NÖN – Mag. Gila Wohlmann, Valerie Schmid]



    Auszug aus dem pdf :

    NÖN Jahresrückblick 2015 – unter den 10 wichtigsten Ereignissen
    Tierquälerei im Pferdestall?

    Im Juli bringt die Tierschutzorganisation „Animal Spirit“ unter der Leitung von Tierarzt Franz-Joseph Plank schwere „Animal Hording“-Vorwürfe gegen den Pferdehof „Die Pferdeoase“ in Ebendorf vor. Laut Plank soll in der Pferdeoase „eine Frau an die 120 Huftiere horten und wahllos weiterzüchten, dazu müssen noch Schweine, Schafe, Hunde und Katzen teilweise unter erbärmlichen, jedenfalls tierschutzwidrigen Umständen dahinvegetieren.“ Die Tierschützer verweisen auch auf „tote Fohlen im Dreck“.

    Ein NÖN-Lokalaugenschein vor Ort sowie das Gutachten von Gerichtsmediziner Rainhard Kaun zeigen ein anderes Bild: Das totgeglaubte Tier stand fröhlich auf der Koppel und Kaun konnte keine Anzeichen zum „Animal Hordings“-Vorwurfes finden.

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    Forensische Hippologie

    Univ.Lektor VR Mag. Dr. Reinhard Kaun
    www.pferd.co.at


    Hippologie bezeichnet die „Wissenschaft vom Pferde“, die seit Jahrtausenden existiert und lange vor der christlichen Zeitrechnung in Tractaten, Steintafeln, Büchern und mündlicher Überlieferung etabliert und entwickelt wurde.

    Wohl kein anderes Tier hat in eben dieser Zeitspanne die Rechtsprechung so sehr beschäftigt wie das Pferd - in all seinen Facetten und Erscheinungsformen. Die klassische Hippologie, ein traditionsbehaftetes, aber dynamisches und sich stets weiter entwickelndes Fach, erforscht, hält fest und setzt Wissen und Erkenntnis in das tägliche Leben mit dem Pferde um. Wie in allen Wissenschaftszweigen sind auch hier Irrwege und Fehllehren nicht zu vermeiden.

    Die Forensische Hippologie (diese Bezeichnung wurde vom Autor auf der Basis langjähriger Erfahrung als Gerichtsgutachter eingeführt) umschreibt nun dasjenige Teilgebiet der Pferdewissenschaften, das auf der Basis von Befunden, Empirie und wissenschaftlichen Erkenntnissen Schlüsse zieht, die in ein (gerichtliches) Gutachten münden – mit anderen Worten:

    Die Erkenntnisse der Klassischen Hippologie – von alters her bis in unsere moderne Zeit – werden gerichtsverwertbar gestaltet und somit geeignet, verfahrens- und rechtsrelevante Fragen in einschlägigen Verfahren zu erhellen bzw. zu beantworten.

    Eine direkte Schwester der Forensischen Hippologie ist die klinisch-forensische Veterinärmedizin, die jedoch nicht zwingend immer in der Lage ist, jene Lücke zu schließen, die sich zwischen Pferdewissenschaften und Pferdemedizin in zunehmendem Maße aufgetan hat.

    Nicht jeder noch so renommierte Pferdemediziner ist auch am Gebiet der Wissenschaft vom Pferde ein profunder Kenner oder hat die Prinzipien der Reit- und Fahrkunst je selbst „er-ritten oder er-fahren“.

    Nicht jeder noch so hochgelobte Hippologie hat auch die Fähigkeit und wissenschaftliche Grundlage, auf Basis seiner Wissenschaft medizinische oder gerichtlich relevante Rückschlüsse zu ziehen.

    Beim Pferde als Lebewesen aber ist das „Normale“ nicht weit entfernt vom „Abnormalen“, das „Typische“ vom „Atypischen“ und das „Physiologische“

    vom „Pathologischen“ – die Grenzen sind morphologisch und zeitlich unstabil und schnell veränderbar.

    „Schmerz“ als Ausdruck einer Grenzüberschreitung muss dem (forensischen) Hippologen bereits im Ansatz – im Stadium des Ungemachs – auffallen, während ihn der Mediziner meist erst anerkennt, wenn er ein bildliches Substrat vorliegen hat.

    Ungemach, belastender Zustand, stressbehaftete Situationen und Schmerz lassen sich jedoch weder im Röntgen- oder Ultraschallbild darstellen, auch die moderne bildgebende Diagnostik ist dazu nicht in der Lage – nur die Kenntnis der vielfältigen Ausdrucksformen eines Pferdes wird dies ermöglichen.
    Wie daher leicht zu erkennen ist, tut sich ein breites Tummelfeld an Spekulationen und Halbwissen, getragen von Tertiär – und Quartärliteratur, Internetforen und zweifelhaften Lehren vermeintlich Erleuchteter auf, die in der Folge zu verwässerten Gutachten und einer negativen Beeinflussung der Rechtsprechung führen.

    Zur Erläuterung seien Beispiele angeführt: Kann ein Zusammenhang zwischen Stirnriemen und Head-Shaking bestehen?
  •  In welcher Weise sind Kissing Spines durch den Reitstil zu beeinflussen und welche Relevanz hat dies für ein Spring- oder Dressurpferd?
  •  Kann ein starres Sattelmeßsystem die Passform eines englischen Sattels beurteilen?
  •  Muss ein ordnungsgemäß angepasster Sattel zumindest zwei Reitern unterschiedlicher Statur und Reitausbildung genügen und welcher Einfluss besteht auf das Pferd?
  •  Kann der Aufbau eines Parcours das Verhalten eines Pferdes während des Wettbewerbs beeinflussen?
  •  Besteht zwischen Farbe des Deckhaares und Verlauf der Wundheilung ein Zusammenhang?
  •  Ist der Kontaminations- und Verschmutzungsgrad eines in Offenstallhaltung gehaltenen Pferdes gleich wie bei Boxenhaltung?
  •  Ist die in der Tierhaltungsverordnung festgelegte Mindestfläche für artgerechte Haltung für alle Pferdetypen anzuwenden?
  • Kann Wasserentzug das aggressive Verhalten eines Pferdes beeinflussen?
  • Welche vorhersehbaren Verhaltensmuster muss ein Reitinstruktor bei Schulpferden zur Unfallvermeidung beachten?


  • Diese kurze, beispielhafte Übersicht ermöglicht dem Leser, zu erkennen, dass die Forensische Hippologie im Bündnis mit der Klinisch-Forensischen Veterinärmedizin tiefe Berechtigung als eigenes „Fach“ zur Aufarbeitung juridisch wichtiger Fragen hat, zumal proportional zu Abschlüssen einer Rechtsschutzversicherung die Zunahme von gerichtsanhängigen Streitereien mit den Thema „Pferd“ zu beobachten ist.

    Wie leicht geht ein Sachverständiger in die Irre, der seine Wissensgrundlage ausschließlich aus zeitgenössischer Literatur oder dem Internet bezieht, weil er über eigene Erfahrung, eigenes Können oder vertieftes hippologisches Wissen nicht verfügt.


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    Sicherheit in der Reitbahn



    Auszug aus dem pdf :

    Unfälle in der Reitbahn – ob im Freien oder in einer Halle – sind keine Seltenheit und beschäftigen regelmäßig Gerichte und Sachverständige.

    Hallen – und Bahnregeln existieren zwar seit mehr als hundert Jahren, werden aber selten oder kaum beachtet, weil sie weiten Reiterkreisen unbekannt sind. Reitlehrer und Trainer aller Stile sind angehalten, Jugendliche und Reitanfänger immer wieder auf die unfallverhindernde Bedeutung der Bahnregeln hinzuweisen.

    Derjenige Reiter, der einer klassischen Ausbildung folgt, bewegt sich seit Jahrhunderten in der Reitbahn und weiß, wie wichtig Bahnregeln für ein gedeihliches Nebeneinander von Pferd und Reiter auf begrenztem Raume sein können und sind.

    Reitweisen, die ihre Wurzeln nicht in der Reitbahn oder auf dem Exercierplatz haben, wie Working Equitation oder Westernstil, sind als „Arbeitsreitstile der Rinderarbeit“ naturgemäß zunächst in einer Reitbahn etwa eingeengt, was solange keine Schwierigkeiten bereitet, als Reiter und Pferde dieser Reitweisen unter sich sind. Speziell das sozial höchst verträgliche Quarter Horse fühlt sich in der Regel selbst dann nicht beengt, wenn es mit 15 oder 20 Artgenossen auf engstem Raum gearbeitet wird.

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    Notfallmanagement Pferdesport



    Auszug aus dem pdf :

    Notfallmanagement im Pferdesport – Fluchtwege - Kennzeichnungen

    Notfälle mit Pferden, sei es im Stall z.B. einem Entstehungsbrand oder bei pferdesportlichen Veranstaltungen, sind im Anfangsstadium - so wie andere Notfallsituationen auch - regelmäßig von Chaos und Konfusion geprägt.

    Die Sicherheitsexperten der Zivilgesellschaft haben auf die Erkenntnis schon lange reagiert und Notfallsysteme entwickelt, die dazu dienen, die Ordnung und die geregelte Aufarbeitung zu unterstützen.

    Wesentliche Träger dieser Notfallsysteme sind
    • - Fluchtwegkennzeichnung
    • - Klare Kennzeichnung der Hilfspersonen wie Feuerwehr, Rettungskräfte, Ärzte und Technisches Hilfswerk.

    Die „Pferdewelt“ hinkt in diesem Belang noch hinten nach, obwohl ich schon vor vielen Jahren z.B. bei den Viechtwanger Turnieren damit begonnen habe, Sicherheitssysteme einzuführen.

    Stallbesitzer, Veranstalter von pferdesportlichen Wettkämpfen oder von Brauchtumsveranstaltungen können sich bei den nachfolgenden Darstellungen Anregungen holen..



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    Energie und Lebenskraft bei Pferden



    Auszug aus dem pdf :

    Die Lebenskraft eines Pferdes ist bestimmender Faktor seiner Leistung und Einsatzdauer, unabhängig davon, ob das Pferd im Wettbewerb, in der „Freizeit“ oder als Schulpferd bzw. Arbeitspferd seinen Dienst versieht.

    Der gebildete Leser unserer Zeit mag sich über den altmodisch klingenden Ausdruck „Lebenskraft“ verwundern, da doch Begriffe wie „Energie“ und „Energiearbeit“ verbunden mit „Nachhaltigkeit“ heutzutage in aller Munde sind und von vielen „Erleuchteten“ im zweiten, dritten oder vierten Bildungsweg zum Berufsfeld wurde, meist verbunden mit einschlägiger „Kostümierung und Haartracht“.

    Soferne eine fundierte Ausbildung, ein philosophisches Konzept und ein vertieftes Verständnis für das Individuum PFERD mit dieser „Energiearbeit“ verbunden ist, bestehen auch keine Einwände: doch entsteht häufig der fehlerhafte und auch nachteilige Eindruck , dass durch Hinzufügung eines „h“ in der Berufsbezeichnung („Energethiker“) eine befruchtende Verbindung von Energie und Ethik eingegangen worden wäre, die dem „normalen“ Pferdebesitzer, Reiter, Fahrer und Pferdemediziner verschlossen bleibt. Dieser Eindruck ist ebenso falsch wie fatal für unsere Pferde.

    Der Erhalt der Lebenskraft eines Pferdes bis ins hohe Alter darf nämlich nicht einer kleinen Berufsgruppe überlassen bleiben, sondern muss vielmehr die wichtigste Aufgabe eines Jeden sein, der mit Pferden arbeitet, sei es beruflich, sportlich oder zu seinem Freizeitvergnügen.

    „Lebenskraft“ ist nämlich nach dem Verständnis der energetischen Medizin – unabhängig von ihrem territorialen Gepräge – weder in unerschöpflicher Menge vorhanden noch im Laufe des Lebens beliebig vermehrbar.



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    Kurzgutachten zum Vorwurf des „Animal Hoardings“


    auf der Basis der Befundaufnahme vom 24.07.2915
    auf dem landwirtschaftlichen Betrieb mit überwiegender
    Pferdehaltung „Pferdeoase“ in 2130 Ebendorf, Grubmühlstraße 22.

    Auszug aus dem Kurzgutachten :

    Der Betrieb „Pferdeoase“ wurde vom Verfasser am 24.07.2015 visitiert und eine fast dreistündige Befundaufnahme durchgeführt.
    Dabei konnte keine einzige der für den Tatbestand des „Animal Hoardings“ gestellten Grundforderungen nachgewiesen werden.



    Kurzgutachten zum Vorwurf des „Animal Hoardings“ PDF als Download




    Animal Hoarding – Tiersammelsucht bis zur Raffgier / Hinweise für die tierärztliche Praxis



    Auszug aus dem Fachartikel :

    Wollte man den aus der englischen Sprache entliehenen Begriff „hoarding“ nur mit „Sammeln, Horten oder Hamstern“ übersetzen und demgemäß den „animal hoarder“ als „Tiersammler“ ansehen, so griffe diese Betrachtungsweise bei Weitem zu kurz, weil sie das abartige und sozial verachtete Verhalten des Täters und seinen Missbrauch an den betroffenen Tieren außer Acht lässt.

    Das Phänomen der sozial nicht anerkannten Tiersammelsucht ist zwar nicht neu, scheint aber dennoch im Zunehmen begriffen zu sein und sollte deshalb jedem Tierarzt, Tierhalter, Exekutivbeamten oder Juristen in den Grundbegriffen bekannt sein.

    Im Standardwerk The Hoarding Handbook, A Guide for Human Service Professionals, von Bratiotis, Schmalisch, Steketee (Oxford University Press 2011) werden die Voraussetzungen, um bei einer Person und einem Verdacht von zutreffend von Animal Hoarding sprechen zu können, folgendermaßen skizziert:

    Fachartikel zum Thema Animal Hoarding PDF als Download




    Aktuelle Bücher




    • Titel : Sportpferde in Training und Wettbewerb
    • ISBN : 3-9500411-0-9
    • Bestellung / Verrechnung :
    • HOFER|Media - Druck Hofer Gmbh
    • 2070 Retz, Im Stadtfeld 3
    • eMail : retz@hofermedia.at
    • Tel : 02942 / 20433


    Forensische Betrachtungen
    zur traumatischen Amputation bei einer Hauskatze



    FBTA_Hauskatze
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    Aktueller Artikel aus dem Vetjournal




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    Dr. Reinhard Kaun in den Medien 09.09.2013 im ORF




    Kuratorium für Sicherheit in Pferdesport & Tierhaltung – erweitert um das Arbeitsgebiet: Forensische Veterinärmedizin


    Nach Ansicht der verantwortlichen Mitglieder des Kuratoriums verlangt unsere Zeit nach speziell ausgebildeten Veterinären, die in der Lage sind, die Straf- , aber auch Zivilgerichte auf der Basis erforderlicher und in der Humanmedizin üblicher Verfahren

  • mit Sachverständigenbeweisen zu bedienen;
  • die im Falle von Misshandlungen von Tieren als Experten von der Exekutive am Tatort zugezogen werden können;
  • die die Technik der forensischen Obduktion und Rekonstruktion beherrschen;
  • die bei der Erstellung von Täterprofilen hilfreich sein können und
  • die nicht zuletzt als Gutachter bei Gericht Bedeutung haben sollen.
  • Festzuhalten ist, dass von den sieben approbierten „Fachtierärzten für Tierhaltung und Tierschutz“ kein einziger als Gerichtssachverständiger beeidet ist und somit der Rechtssprechung auch kaum zur Verfügung steht.


    Daraus ist die ohnehin bekannte Tatsache abzuleiten, dass sich die „klassischen Tierschützer“ speziell am Arbeitsgebiet der Erforschung und Definition korrekter und artgerechter Tierhaltung, also eher in der Prophylaxe angesiedelt fühlen, als in der forensischen Aufarbeitung stattgehabter Tierquälerei oder Missbrauch von Tieren. Für die Nomenklatur „Tierschutz“ gibt es sieben eingetragene Sachverständige, sechs davon sind Veterinärmediziner.


    Es liegt also nahe, dass die Fachgebiete „Tierhaltung und Tierschutz“ und „forensische Veterinärmedizin“ einander sinnvoll ergänzen und aufeinander aufbauen, aber in der Rechtssprechung kaum in Konkurrenz treten.


    Die forensische Behandlung von Tierquälerei im Sinne des § 222 StGB hat auch große gesellschaftspolitische Bedeutung, weil die moderne forensische Psychopathologie und Psychotraumatologie in nicht wenigen Fällen eine Korrelation von tierquälerischem Tun in Kindheit und Jugend mit späterer sadistischer Neigung verbunden mit gewalttätigen und sexuellen Übergriffen an Kindern und Erwachsenen erkennt. Es scheint vielfach so zu sein, dass veranlagte Kinder und Jugendliche ihre spätere Gewaltpraxis an Tieren „üben“.

    Auch häusliche Gewalt nimmt Tiere nicht aus.


    Da Zoophilie und Tierpornografie per se straffrei ist, besteht hier ein weites Betätigungsfeld, Beweise im Sinne des § 222 StGB zu erkennen, da nicht selten Vorstellung verletzter Tiere in ambulanten oder stationären tierärztlichen Einrichtungen den „Erstkontakt“ darstellt, ohne dass den dortigen Untersuchern der Verdacht auf eine Misshandlung aufkommt – „be aware“ ist also ein Gebot der Stunde – dies geht nur mit gezielter Aufklärung.


    Vergleicht man die geradezu erschreckend häufigen Presseberichte über Tierquälerei und Misshandlung von Tieren mit deren Erhebungs- und Aufklärungsrate, oder gar mit der Anzahl strafgerichtlicher Verfahren oder Entscheidungen, so kann man schnell erkennen, dass hier eine große Diskrepanz besteht: es ist aber keineswegs so, dass sich alle aufgezeigten Ereignisse in Schall und Rauch auflösen würden, die Themen versickern einfach wieder.


    Bei erstatteter Anzeige wird seitens der Erhebungsorgane eher lustlos verfahren, weil professionelle Leitfäden fehlen, eine korrekte Spurensicherung kaum erfolgt, oft auch eine solide Beweisbasis nicht mehr möglich ist und seitens der Anzeiger und Zeugen meist eher emotionell als sachlich berichtet wird, was den „Tierschützer“ nicht gerade beliebt macht.


    Völlig im Argen liegt meist die Dokumentation. Zwar sieht die StPO vor, dass die Erhebungsorgane dann, wenn sie selber fachlich überfordert sind, einen Sachverständigen beizuziehen haben, dies geschieht in der Regel in Form eines Amtstierarztes, der in forensischer Hinsicht keine Ausbildung genossen hat und deshalb wenig hilfreich ist.


    Die Formulierung der Stellung des Tieres im Wertesystem des österreichischen Menschen, dass Tiere nämlich keine Sachen sind und durch besondere Gesetze geschützt werden, ist auch als Auftrag an die Tierärzteschaft aufzufassen, das Fachgebiet der veterinärmedizinischen Forensik zu besetzen.


    Ansprechpartner sind:

  • Ass. Prof. Dr. Martin Reifinger
    vom Institut für Pathologie und Gerichtliche Veterinärmedizin an der Veterinärmedizinischen Universität Wien, Gerichtssachverständiger (Martin.Reifinger@vetmedunivienna.ac.at )
  • und
  • Univ.Lektor VR Mag. Dr. Reinhard Kaun, Fachtierarzt und Gerichtssachverständiger (tierarztdr.kaun@pferd.co.at )


  • Organisationsstruktur des Kuratoriums für Sicherheit in Pferdesport & Tierhaltung – Forensische Veterinärmedizin


    Kuratorium für Sicherheit in Pferdesport & Tierhaltung – Forensische Veterinärmedizin


    Präsidium: Dr.med.vet. Reinhard Kaun & Dr. jur. Günther Dobretsberger

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    Sicherheit

    Dr.Reinhard Kaun

    tierarztdr.kaun@pferd.co.at

    Sicherheitsexperte

  • Fluchtwege

  • Sicherheitskonzepte

  • Unfallprophylaxe

  • Kat.-Pläne

  • Kat-Schutz
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    Retten & Bergen

    Dr. Christoph Peterbauer Vetmeduni Vienna

    peterbauer@gmail.com

    Fire & Emergency VET

  • Ausbildung und Weiterbildung von Fire & Emergency VETS

  • Ltd. VET

  • Fortbildung von Feuerwehren und Rettungsdiensten zum Thema Tierrettung

  • Notfallübungen
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    Gutachten & Aufklären

    Dr. Reinhard Kaun

    tierarztdr.kaun@pferd.co.at

    Ass. Prof. Dr. Martin Reifinger

    Martin.Reifinger@vetmeduni.ac.at

    Forensische Veterinärmedizin

  • Ausbildung in
    Rechts- Veterinärmedizin

  • Unterstützung der Ermittlungsorgane

  • Forensische Pathologie
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    Schützen & Helfen

    Dr. Andreas Sendlhofer (Ausbildungsleiter)

    andreas.sendlhofer@aon.at

    Dr.Thomas Koller (Organisationsleiter)

    thomas.k.koller@gmx.at

    Pferdesanitäter

  • Ausbildung/ Weiterbildung

  • Kontakte zu Feuerwehren und Rettungsdiensten

  • Gemeinsame Arbeit mit Fire & Emergency VETs

  • Notfallübungen



  • LEBENSSPUREN


    Die Präsenzzeit eines Menschen auf dieser Welt wird nicht nur durch seine tätsächliche Lebensspanne definiert, sondern vielmehr durch jene Zeit, die dieser Mensch durch sein Wirken in den „Köpfen“ der Nachwelt lebendig bleibt ( zitiert nach Prof. Dr. Ernst Pöppel) In diesem Sinne möchte ich an einen meiner langjährigen Weggefährten erinnern, der alle meine Schritte zur Verbesserung der Situation von Sportpferden mit mir gegangen ist. Dipl. Ing. MMag. DDDr. Rudolf Rautschka war wohl einer der brilliantesten Köpfe, die dem österreichischen Pferdesport, insbesondere aber dem Fahrsport, ihren Stempel aufgedrückt haben. Geistreich, witzig, mit hervorragendem Fachwissen ausgestattet, war er gleichermaßen kompromisslos und polarisierend. Pünktlichkeit, Disziplin und Akkuratesse waren seine Markenzeichenzeichen.

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    Unser gemeinsamer Weg begann Anfang der achziger Jahre des letzten Jahrhunderts, Dr. Rautschka war mein Fahrlehrer, Hofrat Hermann Moos und Hans A. Krasensky meine Prüfer.
    Bald stellte sich heraus, dass ein tierärztlicher Dienst bei Turnieren sowie ein Mannschaftstierarzt bei Auslandsturnieren ein Gebot der Stunde war.


    Die Einführung des Turniertierärztlichen Dienstes und die Ausbildung der „Pferdesporttierärzte“ – die ich mit meinem Curriculum 1985 begann, sogar die von mir eingeführte Bezeichnung hat bis heute Gültigkeit, war wesentlich durch die Herren DDr.Rautschka und HR DR. Zach als unerbittliche Prüfer geprägt. Es wurden zwischen 1985 und 1995 an die 150 Tierärzte in einem dreitägigen Kurs ausgebildet, an dessen Ende eine zweistündige theoretische und praktische Prüfung stand. Heute dauert der gesamte Ausbildungskurs zum „Pferdesporttierarzt“ nur mehr vier Stunden ?!.


    Die Gründung der „Pferdesanitäter“ , von mir im Jahre 1995 durchgeführt, damals noch unter dem Namen „Pferdesamariter“ war ein weiterer Meilenstein. Wieder war DDr. Rautschka ein Mitstreiter der ersten Stunde. Bisher wurden an die 800 Personen ausgebildet. Einer der Tierärzte, die von Beginn an dabei waren, war der Kärntner Pferdetierarzt Dr. Andreas Sendhofer, der nunmehr 2012 von mir die Ausbildungsleitung übernommen hat und zusammen mit Dr. Thomas Koller am Grottenhof bei Graz die Pferdesanitäter als kompetente Helfer von Tierärzten und Blaulichtorganisationen ausbildet.


    Die Gründungsidee der Ausbildung zum „Fire & Emergency VET“ in Analogie zur humanmedizinischen Notarztausbildung führt den interessierten Tierarzt sowohl in das präklinische Notfallmanagement wie auch in die moderne Notfallmedizin ein. Die ersten Überlegungen gingen noch auf Gespräche mit DDr. Rautschka und mir zurück, die Durchführung hat er nicht mehr erlebt.Seit 2005 wurden an die 80 Tierärzte (aus Österreich, Deutschland und Italien) ausgebildet. Als meinen Nachfolger und neuen Ausbildungsleiter konnte ich 2012 meinen Kollegen Dr. Peterbauer von der Vetmeduni Vienna gewinnen.


    Der „Sicherheitsexperte für Pferde & Pferdesport“ wurde von mir als ARS – Seminar (Akademie für Recht, Steuern & Wirtschaft, Wien) im Jahre 2005 etabliert. Mittlerweile hat sich eine Reihe von Persönlichkeiten aus der Pferdewelt dieser eintägigen Ausbildung unterzogen, die nach wie vor und auch bis auf Weiteres von mir persönlich durchgeführt wird. Turnierrichter, Pferdesporttierärzte, Pferdehalter waren ebenso in diesem Seminar wie Anwälte, Sachverständige und die Führungscrew der Spanischen Reitschule.

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    Ab Herbst diesen Jahres wird ebenfalls an der Akademie für Recht, Steuern und Wirtschaft ARS, Wien ein von mir geführtes Tagesseminar „Pferderecht – Recht und Gesetz rund ums Pferd“ neu eingeführt, ebenso ist das Thema „Pferderecht“ als Lehrauftrag an mich an Vetmeduni Vienna fix geplant.


    Das „Kuratorium für Sicherheit im Pferdesport“ wurde von mir im Jahre 2008 ins Leben gerufen und als Verein etabliert. Das „Kuratorium“ wurde zur übergeordneten Instanz für die oben angeführten Ausbildungen Pferdesanitäter, Fire & Emeregncy VET und Sicherheitsexperte Pferd und bietet auf seiner Homepage www.pferdesicherheit.at viele Themen und Gerichtsentscheidungen zu Pferde-relevanten Themen zum Nachlesen an, die vom Linzer Rechtsanwalt, Reiter und Pferdesanitäter Dr. Günther Dobretsberger bearbeitet sind.


    Im Jahre 1980 gründete ich zusammen mit Dr. Heinrich Lehrner, HR. Dr. Johannes Georg Kugler, Ewald Welde, KommR. Sepp Michelfeit und Charly Iseli die „Austrian Driving Society“, deren Ehrenmitglied und Träger der „Goldenen Peitsche“ Dipl. Ing. MMag. DDDr. Rudolf Rautschka 1990 wurde.


    Dipl. Ing. MMag. DDDr.Rudolf Rautschka war Erdöltechniker, Tierarzt und Doktor der Philospohie. Mit seinem zweibändigen Werk „Studien zum Pferd im Militärdienst“ – seine Doktorarbeit – förderte er Grundlegendes zutage.
    Rudolf Rautschka sollte man nicht vergessen – in seiner unnachahmlichen Art hat er auch sein Ende gestaltet: es kam Anfang Feber 2005 eine schlichte Nachricht des Inhalts: „ Rudolf Rautschka meldet sich ab!“


    23.4.2013